STROM : Musik aus Luft- und Daten-Stromen

„STROM: Musik aus Luft- und Daten-Strömen“
Freitag 1.12.2017 | 19.30 Uhr
Forum für Kunst und Architektur | Kopstadtplatz 12, Essen

STROM erinnert mit der Besetzung Flöte/Elektronik an frühe Kraftwerk-Sounds („Ruckzuck“ – 1971), spielt aber 46 Jahre später mit seinen Luft- und Datenströmen in offenen Improvisationslinien ganz zeitgenössisch voller Witz und Tricks aus Neuer, Improvisierter und Elektroakustischer Musik. Winzige Zeitverschiebungen im musikalischen Klangraum erzeugen faszinierende Minimal-Beats und schwebende Mikro-Modulationen. Vielfarbige Stakkato-Eskapaden verdichten sich zu frei atmenden Geräusch-Texturen.
[ www.niehusmann.org/strom ]

„Wenn etwas die Bezeichnung „elektroakustische Musik“ verdient, dann dieser stete Fluss aus elektronischem Blubbern, Scratchen und Knarzen und dem virtuosem Kieksen, Hecheln und Blasen der Flötistin.“ Radio Bayern 5 (Jazz-CD-Tipp November, München, 2016).

Angelika Sheridan spricht als Flötistin eine eigene unverwechselbare Klangsprache. Durch die Kombination her­kömmlicher Tonerzeugung mit selbst entwickelten und zeitgenössischen Spieltechniken definiert sie den Klang ihres Instrumentes neu, jenseits flötistischer Klischees. Sie ist international tätig im Bereich Neuer und Improvisierter Musik, Mitglied in mehreren Ensembles und Projekten, auch in intermedialen Zusammen­hängen wie Tanz oder Stummfilm. Sie lebt in Köln und hat dort einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Tanz.

Frank Niehusmann gestaltet elektronische Klänge auf der Grundlage eigener Mikrofonaufnahmen und Tonstudio­experimente. Nach frühen Arbeiten mit analogen Tonbandmaschinen gilt sein Interesse heute Kompositionen und Konzerten mit digitalen DJ-Techniken und elektronischen Schlagzeugen, für die er eigene Software entwickelt. Für seine Kompositionen hat er mehrfach internationale Auszeichnungen erhalten. Zahlreiche seiner Werke sind auf CDs bei NURNICHTNUR veröffentlicht. Seine Sounds lassen oft seine Herkunft aus dem Industriegebiet an der Ruhr erkennen, wo er auch viele Jahre als Autor für Rundfunk und Fernsehen tätig war.

strom_foto-gabriele_hammelmann

gefördert vom Kulturbüro der Stadt Essen