GNMR Adventskalender

Ein Monat voll mit Klängen, die unterschiedlicher kaum sein können – die Gesellschaft für Neue Musik Ruhr e.V. öffnet im Dezember ihre Tür und lädt Euch dazu ein, (Neue) Musik in allen Facetten live zu erleben.

Gemeinsam mit vielen Verbündeten, tollen Gästen und in Zusammenarbeit mit den Nachbarn Gitter Raum und Rabbit Hole Theater präsentieren wir am Viehofer Platz in Essen jeden Tag ein buntes Programm zum Hören, Sehen und Mitmachen: Klassische Konzertformate, Lesungen, Soundinstallationen und Multimedia-Kunst, aber auch Impro-Sessions, ein Bingo-Abend und Durational Performances geben Einblick in die unendlichen Möglichkeiten der zeitgenössischen Musik. Ruft an beim Callcenter, macht’s euch gemütlich beim Wohnzimmerkonzert oder gebt euch eine Elektronik-Performance – Ihr seid alle herzlich eingeladen, wir freuen uns auf Euch!

Alle Veranstaltungen finden in der NMZentrale oder bei den direkten Nachbarn statt (Viehofer Platz 18, 45127 Essen).


1 Dezember | von 18 bis 21h offen
„9.3“
Durational Performance
Kollewijn / Pauli / Porst / Voerste / Weigandt / Zimmermann

wir lesen .  wir spielen  . wir   verbrauchen zeit.    wir spielen .wir spielen. wir sehen . wir verbrauchen zeit.wir     warten .   wir spielen.wir lesen   . wir  lesen .wir   hören.wir sehen.  wir  lesen . wir warten   .wir warten  .wir     warten.wir  sehen . wir lesen.wir warten   .wir  warten.   wir  spielen. wir warten .   wir    sehen . wir   verbrauchen zeit   . wir  lesen.wir sehen . wir  sehen. wir   sehen .wir spielen.wir   sehen  .wir   sehen   .wir    hören .  wir verbrauchen zeit . wir  hören .wir  lesen .  wir     spielen. wir verbrauchen zeit.    wir   lesen    .wir hören .wir    sehen.    wir spielen. wir     verbrauchen zeit   . wir   verbrauchen zeit  .wir  sehen .

goa-louisa kollewijn
tim pauli
clarissa ray porst
theo voerste
julian weigandt
levin eric zimmermann


2 Dezember | 20h
Jazz Offensive Essen präsentiert: 
KNYNS & Gottschalk/Camatta

KNYNS
Nicolai Amrehn, Patrick Hengst, Edis Ludwig, & Fabian Neubauer trafen sich an einem grauen 07. Januar in dem circa 15 m2 großen Proberaum von Patrick in Essen Süd. Nur teilweise vorher miteinander bekannt & ohne feste Vorstellung über das kommende Zusammenspiel zwiebelten sie drauf los. Sie spielten circa 92 Minuten und 28 Sekunden. Anschließend verkaufte Patrick noch 11 Kilo sizilianische Orangen und 20 Ellen Leinwand an Edis für 16 Euro. Edis schnitt dann später das Album KNYNS zusammen. Das Jahr 2022 markiert seitdem die Geburt der Band KNYNS.

Nicolai Amrehn – Kontrabass 
Patrick Hengst – Schlagzeug 
Fabian Neubauer – Klavier 
Edis Ludwig – Laptop

Gottschalk/Camatta
Gunda Gottschalk spielt improvisierte und zeitgenössische Musik und bringt ihre Klangarbeit in Verbindung mit Tanz, Theater, Film, Komposition, Bildender Kunst und Literatur. Mit dem Essener Schlagzeuger Simon Camatta spielt sie seit Jahre immer mal wieder in verschiedenen Besetzungen, aber auch im Duo zusammen.
Sensibel Improvisationen ohne Grenzen

Gunda Gottschalk – viola
Simon Camatta – drums, perc.


3 Dezember | 18:30-19:30h
MOMENT – ‚Treff‘
Multimediale Performance

Gruppe MOMENT und Gäste

MOMENT startet eine neue Reihe für Interventionen in öffentlichen und halb öffentlichen Räumen: Gemeinsam mit Gästen von nah und fern werden zeitgenössische Werke halbszenisch präsentiert.
Den Anfang machen Kurz-Stücke von Mikel Urquiza, Sarah Nemtsov, Morton Feldman und Improvisationen. Außerdem wird noch die Ladenzeile des Viehhoferplatzes via Videokunst zum Gesamtkunstwerk.

Triff ist eine Aufforderung an uns selbst und alle. Wir begegnen Ensembles und Verbindungen aus anderen Regionen und Genres. Unsere Welt aus freier Improvisation und abstrakten Dramaturgien trifft auf „die anderen“. Wir sind sehr gespannt, was daraus wird: Der SuperGAU, tolle Liebesbeziehungen, Partnerschaften oder das Wahrhaftigwerden von Grenzen und Freiheit.

Drei Orangen Kollektiv:
Tilman Schaal – Posaune, Monotron
Neus Estarellas Calderòn – Toypiano, Melodica, Piano
Philipp Kaiser – Videokunst / mapping-art

Gruppe MOMENT:
Francesco Matejcek – Conférencier
Hanna Schörken – Stimme
Daniela Petry – Kontrabass, Monotron
und Gäste

Regie:
Chris Grammel

Videorecherche
Leon Schirdewahn-Debring, Philipp Kaiser, Daniela Petry

Musik
Improvisation
Mikel Urquiza „Clair de lune au bosco“
Sarah Nemtsov „Kammer“
Brian Ferneyhough „trittico per G. S.“ (Ausschnitt)
Morton Feldman „music for voice and instruments pt.II“ (Ausschnitt)

Videokunst
macht die NeueMusikZentrale zum Karussel aus Superheldenfiguren: Charaktere aus Phoenix und Gummistiefelweitwurfmeistern, Humanoiden Robotern und Oma in ihrem Garten – steigt ein und kreiselt mit uns. Der Held heißt übrigens HUGO, so auch die Musiktheaterproduktion der Drei Orangen. Ein Alltagsheld also, der auch der Nebensitzer sein könnte.

Moment-Treff wird gefördert durch das Ministerium für Kunst und Wissenschaft NRW.


4 Dezember | 18h
Vibrant Cymbals | Umbra & Ultramarin
meditatives Konzert mit Crashbecken und Live-Elektronik

Lukas Tobiassen


5 Dezember | 18-20h
SOÇA. An einen Fluss
Videoinstallation

Annelie Schrötter

1-Kanal-Video, 2-Kanal-Audio
Das Video ist eine Hommage an das Wasser des slowenischen Flusses Soca. Die Aufnahmen entstanden im Zeitabstand mehrerer Monate, alle im Jahr 2022.

Die elektronische Komposition, die das Video begleitet, spielt mit dem originalen Klangmaterial der Videoaufnahmen, sowie verschiedenen Field Recordings und verwendet digitale Effekte wie Verlangsamung und  Frequenzverschiebungen. Visuell wird die Grenze zwischen natürlichem Flirren des Wassers und digitaler Musterbildung durch Verschiebung, Überlappen und Drehung der Bilder ausgelotet.


6 Dezember | 18-19h
Manifeste Neuer Musik
Lesung

Fink / Käune

Manifest = „öffentlich dargelegtes Programm einer Kunst- oder Literaturrichtung, einer politischen Partei, Gruppe o. Ä.“ (duden.de)

Die beiden Musikforschenden Hanna Fink und Florian Käune erkunden das große Feld der Manifeste der Neuen Musik und stellen euch mit viel Lesefreude eine Reihe großartiger wie auch kleinformatiger Liebesbekundungen, Forderungen und Verlautbarungen im Feld der zeitgenössischen Musik vor. Wer Lust hat, darf danach auch selbst Mini-Manifeste mitverfassen.


7 Dezember | 18-20h
Schmutz
Videoinstallation

Philip Popien

Fixed Media, Stereo Audio, 1-Kanal-Video
Schmutz ist eine dystopische Auseinandersetzung mit dem Thema „Verschmutzung“. Dunkle, Alien-artige Partikelwolken verteilen sich bedrohlich in einer natürlich wirkenden Umgebung und treten in Dialog mit einem nicht eindeutig zu identifizierenden Betrachter. Im Verlauf des Stücks vermischen sich die Perspektiven des Sehenden und des Gesehenen. Schließlich bleibt offen, ob der Schmutz den Zustand der Außenwelt oder des eingeführten Charakters widerspiegelt.

Schmutz ist die zweite Videoarbeit einer Reihe The Progress Report.


8 Dezember | 19h
S201 & Friends
Öffentliche Probe

Ensemble S201 / Theo Voerste

In der öffentlichen Probe geben wir euch einen Einblick in das Projekt „S201 and Friends“. Zusammen mit dem Performer, Komponisten und Sounddesginer Theo Voerste werden wir den Bereich zwischen Noise und Neuer Musik ausloten. Wir proben Werke von Cornelius Cardew, Tim Pauli, Lucia Kilger und Julien Malaussena und gehen auf Konfrontationskurs mit elektronischen Sounds von Theo. Hier fliegen die Fetzen, versprochen!


9 Dezember | 19.30h
Büro für akustische Innenraumpflege: Spielzimmer
mit Society For Putting Things On Top Of Other Things 

Siegel / Trautmann / Klare / Zepezauer / Brüssel / Walter

Die Society For Putting Things On Top Of Other Things präsentiert ihre neue Platte „Game Changer“

Das von Florian Walter 2020 initiierte Projekt „Reload“ eröffnte die Möglichkeit, Ideen zu vertiefen, die man normalerweise für zu komplex gehalten hätte. Die zentrale Frage war, ob man unser komplexes Organisationskonstrukt „Dorf & Umland“ musikalisch verorten, beschreiben, ansatzweise definieren oder umreißen könnte.  Dies nahm Jan Klare zum Anlass, mit signifikanten Personen ein Recherche-Projekt zu entwickeln, das sich in zwei Hauptstränge teilte:  Die Entwicklung eines Textes über die Qualität von Musik und die gegenseitige Vergabe von Auftragskompositionen. In Referenz an Monty Python wählten sie den Namen „Society for Putting Things on Top of Other Things“ für dieses Projekt. Es entstanden eine Handvoll spannender Kompositionen, die zum Teil auf Gruppen–/ Gesellschaftsspiele verweisen, zum anderen logisch streng auf Zeitsträngen basieren. Teil der „Society“ sind außerdem Achim Zepezauer, der sich der elektronischen Musik widmet und auch bildender Künstler ist, Maria Trautmann, Posaunistin/ Theatermacherin und auf eine bestimmte Art Aktivistin, Oliver Siegel, Keyboarder und Produzent, Julia Brüssel, Geigerin mit Fühlern in sehr verschiedene musikalische Felder und Florian Walter – Saxophonist und sehr vieles mehr.

Society For Putting Things On Top Of Other Things 
Oliver Siegel: Synthesizer 
Maria Trautmann: Posaune 
Jan Klare: Reeds 
Achim Zepezauer: Tischlein Elektrisch 
Julia Brüssel: Geige 
Florian Walter: Reeds

Diese Ausgabe des Büro für akustische Innenraumpflege wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Essen sowie die Jazz Offensive Essen e.V.


10 Dezember | 20h @ Gitter Raum
Good Boy

Ruhige, melodiöse Klänge zwischen Soul, Independent, Jazz und Folk, vorgetragen mit Stimme und Gitarre: So das musikalische Profil von Good Boy.
Nach einem ersten Konzert-Abend in Kooperation mit der Jazz- und Hip-Hop-Kombo Lightworks, lädt der Gitter Raum zu einer weiteren Veranstaltung ein und öffnet seine intime Bühne für Good Boy.

Einlass wird um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr sein.


11 Dezember | 18h
Ensemble PART
Breitgefächertes für Flöte, Tasteninstrumente, Schlagwerk und Elektronik

Degen / Geuting / Eisold

Das sich in der Neugründung befindende Ensemble PART, konzeptionell fokussiert auf interdisziplinäre Ausweitungen, präsentiert an diesem Adventskalenderabend ein bunt gefächertes Programm.

Von Frescobaldi hin zu frei flottierend, von improvisiertem Situationismus bis zu Sciarrino und zurück; von Drones und dramatischen Schlagwerkzeugnissen bis zu Hexbugs in Behältern, die als installatives Element eine Rolle spielen werden.

Evelin Degen – Professorin für Flöte und Spezialistin für neue Musik, Matthias Geuting – Organist und Musikwissenschaftler, ebenfalls fokussiert auf zeitgenössische Werke für dieses Instrument (diesmal an den elektronischen Tasten) und Peter Eisold – Schlagwerker, Komponist und Medienkünstler, treffen sich zu einer genreübergreifenden, konzertanten Performance.

Ensemble PART
Evelin Degen • Flöten
Matthias Geuting • Tasten
Peter Eisold • Schlagwerk / Elektronik / Objekte


12 Dezember | je 3 Prs um 18, 19, 20, 21h
Plastikbox
Multimedia Show, konzipiert für kleines Publikum

Tamon Yashima / S201

„Plastikbox“ ist eine Multimedia-Show, konzipiert für kleine Räume. Es können maximal drei Zuschauer*innen pro Show teilnehmen, wodurch eine ungewöhnlich intime Situation entsteht. Der Komponist widmet sich ganz der Welt der Maschinen: Musiker*innen werden durch elektronische Klangerzeuger ersetzt und die gesamte Show ist wie in einem Uhrwerk durch automatisiert, fast wie in einem 4D-Kino.

Gefördert durch die Fördermittelzahlung der Stadt Essen im Rahmen des Corona Sonderfonds Kultur


13 Dezember | 19-21h
Neue Musik-Bingo
Spieleabend für gewiefte Hörer:innen Neuer Musik

Hanna Fink, GNMR

Wir spielen gemeinsam Bingo! Wie eh und je: es gibt eine Spielleiterin und eine beliebige Anzahl an Mitspielenden. Ihr erhaltet jeweils eine leere Bingo-Karte. Diese füllen wir gemeinsam aus – mit zufällig gewählten Begriffen und Phrasen aus einem breiten Fundus des Neue-Musik-Sprechs. Einige davon wählt ihr selbst. Und dann geht’s los: Bausteine aus einer Reihe von Programmtexten unterschiedlicher Herkunft und Façon werden eure Treffer bringen. Wer hat zuerst die Gewinnkombination? Selbstverständlich gibt es einen Bingo-Preis…

Im Anschluss ist noch mehr Platz für Kreativität – auf euch wartet eine Schreibwerkstatt für Programmtexte über ein Konzert, welches niemals stattgefunden hat.

Zielgruppe: gewiefte Hörer:innen Neuer Musik, einigermaßen der deutschen Sprache mächtig


14 Dezember | 19h
Hardcore Easy Listening Boutique: Callcenter
Installation und Konzertperformance

Meat.Karaoke.Quality.Time. / Kata Kern

Meat.Karaoke.Quality.Time. präsentiert: Das Hardcore Easy Listening Boutique Callcenter! Zwischen postdramatischem Theater und interaktiver Konzertperformance spielt das Trio M.K.Q.T. live in der Warteschleife. Ein kafkaeskes Heilsversprechen zwischenmenschlicher Kommunikation, eine nostalgische Hoffnung auf authentische Verbindung. Es erwarten Sie retrofuturistische Musik und mit etwas Glück tiefgründige Gespräche mit unseren kompetenten Callcentermitarbeiter*innen Nico Sauer & Meriel Brütting (Kurortkuratorium). Sie benötigen vor Ort lediglich ein Handy (wir empfehlen außerdem Kopfhörer/Headset). Selbstverständlich können Sie sich zu unseren Bürozeiten auch gern von Ihrem Festnetzanschluss zuhause einwählen, unsere Hotline-Nummer finden Sie jeweils kurz vor Eröffnung auf Instagram! Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Meat.Karaoke.Quality.Time.
Jan Klare und Florian Walter – EWI & Synthesizer
Karl-F. Degenhardt  – Sensory Percussion
Kata Kern – technische und logistische Betreuung

Hardcore Easy Listening Boutique: Callcenter wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen


15 Dezember | 19-20.30h @ Rabbit Hole Theater
Weihnachts-Charity-Tombola
Spendentombola für das SOS-Kinderdorf Essen

Dominik Hertrich / Rabbit Hole Theater Ensemble

 Von verspielten Baukästen, über glitzernde Sticker-Alben bis hin zu seltenen Film- und Bildbänden gibt es in der „Weihnachts-Tombola der Fantasie“ eine ganze Menge besonderer Geschenke zu gewinnen. Nieten gibt es nicht – jeder Mensch, der mitspielt, kann einen schönen Preis mit nach Hause nehmen. Der Erlös der Tombola wird ans SOS-Kinderdorf Essen gespendet. Freuen Sie sich auf einen heiteren Abend in weihnachtlicher (Jahrmarkt)- Atmosphäre.

Moderation: Dominik Hertrich und das Rabbit Hole Ensemble.


16 Dezember | 19h
T.ON plays Christian Wolff

Muche / Nillesen / Herzog

Das Kölner Trio mit Matthias Muche (Posaune), Etienne Nillesen (Snare Drum) und Constantin Herzog (Kontrabass) spielt eine abenteuerliche Musik, die Genregrenzen verwischt und gleichzeitig die Grenzen der zeitgenössischen Instrumental-Spieltechniken von Posaune, Schlagzeug und Kontrabass erweitert.

Alle 3 Musiker haben ihren Background im Jazz, in der Neuen Musik und populärer Musik. Eine Kombination dieser Stilistik in Kompositionen und Improvisationen zeichnen ein breites Klangspektrum ihrer Instrumente, von intimer Einfachheit bis hin zu großen Klanglandschaften mit unterschiedlichsten Ausformungen von Harmonie, Melodie, Rhythmus, Geräusch und Klangfarbe.

Programm
Christian Wolff – Edges
Christin Wolff – Trio XIII for Trio T.ON
Christian Wolff – Exercise 16

T.ON
Matthias Muche – Posaune
Etienne Nillesen – Snare Drum
Constantin Herzog – Kontrabass

T:ON plays Christian Wolff wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Kunststiftung NRW


17 Dezember | 17h
GNMR Weihnachtsfeier
open house


18 Dezember | 20h
Christmas With Friends
Elektronik-Impro without boundaries

Voerste / Pauli / Bahr

„With the ‚Christmas With Friends‘ concert a long-time dream comes true for me. I have always wanted to perform these songs of joy, but in my own way and with good friends as company, being able to concentrate on the music without any boundaries. It is with great pride and happiness that I am presenting this Christmas concert to you. It is the Christmas I dreamed of as a kid and I kept on dreaming till I got the chance to fulfil it and now it ́s here, right in front of me and you. I have been searching all over the place and I have asked all my friends performing on this project to look for songs they’d like to perform.“ – Theo Voerste

Theo Voerste
Tim Pauli
Simon Bahr

Christmas with Friends wird gefördert durch Rudolph the Red-Nosed Reindeer


19 Dezember |

16.30h
Adventssingen
Kinderchor der Grundschule Nordviertel Essen

19.30-20.30h @ Rabbit Hole Theater
Christmas Eve is coming
Szenische Lesung

Rabbit Hole Theater Ensemble

Was lieben wir an Weihnachten und warum? War Weihnachten früher nicht irgendwie „anders“? Und kann man auch als Erwachsener noch das Weihnachtsfest lieben? Das Rabbit Hole Ensemble unternimmt eine weihnachtlich-musikalische Lesereise zu Momenten vergangener Weihnacht. Dabei stoßen wir auf Kuriositäten, Ohrwürmer, Fremdscham, Geschenke-Reichtum, Schlips und Socken, familiäre Katastrophen, absurde Gottesdienste und echte, ganz echte Glücksmomente. Das Christkind steht vor der Tür. – freuen wir uns drauf?!


20 Dezember |. 19.30-20.30h @ Rabbit Hole Theater
Christmas Eve is coming Part 2 – Last Christmas
Szenische Lesung

Rabbit Hole Theater Ensemble

Der Geist der Weihnacht liegt in der trockenen Luft. Doch nach der traditionellen Reise in die Vergangenheit sind wir im Heute angekommen. Wohin gehen „Liebe“ und „Besinnlichkeit“ wenn die Einschläge näherkommen? Haben wir die Bescheidenheit verloren? Wir wagen den Blick in die Zukunft, träumen von einer virtuellen Weihnachts-Utopie, in der wir Menschen schließlich zur Ruhe kommen und erheben darauf unser bestes Glas. Denn das nächste Weihnachtsfest wird nicht das Letzte sein. Oder?

Starring Rosalie Linneweber und Dominik Hertrich/Rabbit Hole Theater Ensemble


21 Dezember | 20h
Wir glauben es gibt sie nicht mehr, weil wir sie nicht sehen. Aber sie sind noch da.
experimentelles Figuren- und Musiktheater

Bröcker / Keller / Walter

Ein experimentelles Musiktheater oder: ein modularer Raum, in dem Musik, Soundart, animierte Objekten, Virtualität und Dramaturgie eng miteinander verzahnt nach eigenen Regelsystemen wirken. In spielerischer Herangehensweise verbinden sich narrative Stränge, Traumprotokolle, Fetzen klassischer Literatur und situative Anekdoten in einer Assemblage aus Schattenspiel, Objekterzählungen und kubistischem Ballett. Das Geschehen manifestiert sich inmitten der Zuschauer*innen, integriert sie in die Bild- und Klanggenese, fordert aktive Partizipation ein, legt sporadisch die immanente Mechanik offen, um an anderer Stelle wie ein Zauberkunststück von ihr abzulenken und wahlweise mit gekonnter Magie oder reiner Scharlatanerie zu verblüffen. 

Jule Bröcker – Figurentheater
Beat Keller – Feedbacker Guitar
Florian Walter – Altsaxophon & Kontrabassklarinette

Wir glauben es gibt sie nicht mehr, weil wir sie nicht sehen. Aber sie sind noch da wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Essen


22 Dezember | 18-20h
‚Virtual Anushaant‘ – eine digitalkulturelle Aneignung?
Installation mit (Live-) Coding und südindischer Rhythmik

Johannes Winkler / Netzwerk Konnakol Deutschland

250 Meter Luftlinie vom GNMR Büro entfernt befindet sich die Geburtsstätte von ‚Netzwerk Konnakol Deutschland‘ (www.konnakol.de). Diese Lokal-Koinzidenz wird in der Installation aufgegriffen. Anushaant N. Wijayan, Master of Mridangam und Chairman dieses südindisch-deutschen Netzwerks, wurde stimmlich und spieltechnisch virtualisiert und klangsynthetisch ‚augmentiert‘. Trotz der kulturräumlich komprimierten Distanz (250 : 8000000) werden an diesem Abend weder er noch Johannes physisch präsent sein. Digitale Counter sowie traditionell-tamilische Objekte im Raum kündigen diese jedoch an: Die Installation ist als Opener für zukünftige ‚Counting Sessions‘ konzipiert – da werden die beiden in voller Präsenz hier verortet sein, Identitäten klären und mit Euch, liebe Programmheftleser, alternative Rhythmus-Zähltechniken inkorporieren – sowie bei Bedarf programmieren (im ‚TidalCycles‘ Live-Coding Environment, welches auch prima zur karnatischen Rhythmus-Denke mitschwingt).
‚Netzwerk Konnakol Deutschland‘ lebt eine tetralemmatische Grundhaltung hinsichtlich interkultureller und digitaler Schaffensprozesse. Um Aneignungstendenzen auszubalancieren, wird entlang des sogennanten ‚Catuskoti/Tetralemma‘, das dem antiken indischen Rechtssystem entspringt, gehandelt, komponiert und präsentiert: Das Eine | Das Andere | Beides | Keines von Beiden | Nicht Keines von Beiden

Johannes Winkler | Medienkünstler, Dipl. Komponist, Transmedial Story-Teller
(virtualisiert: Netzwerk Konnnakol Deutschland)


23 Dezember | 17-20h
désormais
Mehrkanal-Rauminstallation

Ruben Philipp

8-channel installation
„Aus dem, was man erlebt hat, sucht sich der Zeigefinger im Kopf auch beim Schreiben die Wahrnehmung aus, die sich erfindet.“ (Herta Müller)

Acht Lautsprecher, vier Mikrofone und eineinhalb Computer durchmessen den Raum nach Rissmustern, Fransen und Windschiefen. 

Sich selbst regulierende Bewegungen reiben sich an statischen Strukturen und Mustern in einem Vorgang ohne Anfang und Schluss. Jeder Eintritt in das Gebilde treibt eine Kerbe in das Feld.

Der Künstler wird anwesend sein. Vor der Tür.

Die Installation wurde gefördert durch die GNMR mit Mitteln des Kulturamts der Stadt Essen.


24 Dezember | all day
The Big Thank You
by Gesellschaft für Neue Musik Ruhr e.V.


Die Organisation des Kalenders durch die GNMR findet im Rahmen des Programms „Kreativ.Quartiere Ruhr“ statt. Dieses Programm wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und umgesetzt von der ecce – european centre for creative economy GmbH.

Die Produktion der meisten der Veranstaltungen wurde nicht durch die / im Auftrag der GNMR geleistet – wir sind dankbar für alle Beteiligten, die ihr Projekt mitsamt mitgebrachten Projektgeldern bei uns präsentieren!